Suzhou: Das Venedig Chinas

Komm’ mit Nina nach Suzhou!

Nina stammt aus einer Kleinstadt, die sie eines Tages mit dem Gedanken „Das kann nicht alles gewesen sein” verließ, um in einer größeren Stadt das Abenteuer in der Medienwelt zu finden.

Als sie nach fünf Jahren vollkommen ausgebrannt war, kündigte sie ihren Job und ging auf Reisen – Thailand, Vietnam, Indonesien, Australien, Neuseeland. Unterwegs verliebte sie sich in ein 5.000 Seelen Dorf namens Byron Bay, wo sie anderthalb Jahre ohne geschlossene Schuhe und Verkehrsampeln, dafür aber mit Delfinen und Wellensurfe(r)n lebte.

Nun macht Nina wieder die große Berliner Stadt unsicher, wenn sie nicht gerade mit Musikern oder als Landmeedchen tourt.

Alte chinesische Sprichwörter haben immer recht, oder? Eins besagt: „Was im Himmel das Paradies ist, ist auf Erden Suzhou.”

Tatsächlich ist die nur knapp zwei Stunden von Shanghai entfernte Stadt ein perfekter Ort, um einen Einblick in die chinesische Kultur zu bekommen, ohne von Touristenmassen erdrückt zu werden. 

Was ich dir absolut empfehlen kann: wandle abseits des Rummels. Neben den klassischen Attraktionen lohnt es sich auf jeden Fall, in die Seitengassen abzubiegen und zu schauen was sich spannendes hinter der nächsten Ecke befindet. Ich habe auf diese Weise sogar einen Freund für’s Leben gefunden.

Suzhou Pinterest

Ankunft im Megaland China

Unser Flieger legt sich gewaltig in Schräglage, um eine letzte Schleife über den Hochhäusern Shanghais zu drehen, bevor er zur Landung ansetzt. In meinem Bauch kribbelt es; ich bin gleich zum ersten Mal in meinem Leben in China. Von hier oben sieht Shanghai bombastisch aus. Die Hochhäuser ragen wie Tetris-Klötze aus dem Boden. Durch sie hindurch glitzern bunte Leuchtreklamen in den Himmel.

Ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass wir bei unserer Reise sanft ankommen und zunächst nach Suzhou, einem kleineren Vorort von Shanghai fahren. Suzhou liegt etwa anderthalb Autostunden von Shanghai entfernt. Dass die Dimensionen in China anders sind, wurde mir schon beim Studieren der Einwohnerzahlen bewusst: in dem sogenannten Vorort leben im Stadtkern alleine sieben Millionen Menschen. 15 Millionen Einwohner hat Suzhou insgesamt. Das sind Zahlen, die ich mir beim Blick aus dem Flugzeugfenster noch immer nicht vorstellen kann.

Es ruckelt und unser Flieger setzt auf. Pünktlich zum ersten Tag der Regenzeit, die von Juli bis August dauert, heißt uns feiner Nieselregen in China willkommen.

Shanghai

Am Flughafen von Shanghai wartet unser Reiseführer Deli. Wir verstauen unser Gepäck in seinem Bus und hüpfen an Bord. Ich bin von Delis Art sofort begeistert, denn auf der Fahrt erzählt er uns euphorisch erste Fakten über Suzhou. Wir beginnen mit einer kleinen Sprachstunde. „Wie wird Suzhou denn nun richtig ausgesprochen?“, fragen wir. „Sudscho”, lautet Delis Antwort. Aha, ich baue mir sogleich eine Eselsbrücke der Vornamen meiner Freunde aus Australien: Sue & Joe.

Aufgrund der irre hohen Mieten in Shanghai, ist Suzhou ein beliebter Wohnort vieler Pendler geworden. Sie fahren täglich mit dem Zug nach Shanghai zur Arbeit, was etwa anderthalb Stunden pro Strecke dauert. Ich klebe mit meinem Gesicht an der Fensterscheibe und sehe Industriegebiete, Fabriken und alte Plattenbauten mit kleinen Erkern vorbei sausen. Irgendwann werden die Straßen etwas kleiner und tatsächlich auch etwas grüner. Bäume mit dicken knorrigen Stämmen säumen die Straßen. Deli erklärt uns, dass sie Kämpferbäume heißen. Die ätherischen Öle im Kampferholz halten Insekten ab. Deshalb wurden früher in China auch Särge aus diesem Holz hergestellt.

Als meine Augen gerade etwas schwerer werden, kommen wir am Scholar Boutique Hotel in Pinjiangfu an, einem sehr schönen Design-Hotel mit einem Mix aus traditionellen und modernen Elementen. Hier werden wir die nächsten Nächte bleiben. Mir gefällt es hier vor Allem so gut, weil wir uns hier mitten in der Altstadt von Suzhou befinden.

(c) Scholar Boutique Hotel

In China essen sie Eichhörnchen-Fisch

Unser Abendessen nehmen wir im hoteleigenen Restaurant ein. Es gibt Eichhörnchen-Fisch, was zum Glück keine Kreuzung aus beidem ist, sondern lediglich ein Fisch, der süß-sauer und frittiert wurde, Schweinegesicht in Gelee (puh!), Löwenzahnsalat, Ente, Sojabohnen mit Shrimps und kleine Körbchen mit schwarzem, in Kokosmilch gedämpftem Reis. Mein absoluter Favorit ist ein süß-herzhaft marinierter Tofu.

In der chinesischen Esskultur gibt es keinen typischen Nachtisch, so wie wir ihn servieren würden. Süße Speisen kommen gemeinsam mit den Herzhaften auf den Tisch. Gemeinsamkeit ist das Schlüsselwort beim Essen in chinesischer Runde. Wir alle sitzen um einen großen Runden Tisch herum, auf dessen Platte eine Drehscheibe befestigt ist, die salopp „Lazy Susan“ genannt wird. Auf ihr werden nach und nach alle Speisen serviert und jeder dreht so lange an der Scheibe, bis das gewünschte Gericht vor dem Teller steht. Grundsätzlich klingt das logisch, aber wir müssen schon sehr lachen, denn das Abendessen artet in kleine Rivalitäten und Mini-Frustrationen aus. Entweder ich warte gerade darauf, dass ich weiter drehen kann oder der leckere Spinat rauscht mit „Lazy-Susan-Maximalgeschwindigkeit“ an mir vorbei.

Das Essen drückt ganz schön auf die Augen und ich werde gerade richtig müde. Trotzdem habe ich Hummeln im Hintern und freue mich darüber, dass es ein paar Anderen aus unserer Gruppe ähnlich geht. Wir machen uns zu einem kleinen Verdauungsspaziergang auf. Vom Scholar Boutique Hotel sind es sind nur ein paar Schritte bis zum malerischen Kanal, der zur Altstadt von Pinjiangfu gehört.

Es ist ein lauer Sommerabend. Ich atme feuchte Luft ein und beobachte die Lichter der Altstadt von Suzhou, wie sie sich auf den Kanal spiegeln. Das ist der Moment in dem mein Herz beginnt, für China zu schlagen.

Hier am Kanal gibt es viele kleine Tee-Geschäfte und Cafés (sogar ein Katzencafé gibt es hier. Leider ist das aber schon geschlossen).

Zurück im Hotel, als ich schließlich frisch geduscht und hundemüde auf meinem Bett sitze, freue ich mich über das kleine Betthupferl in Bärchenform. Ich reiße die kleine Plastikverpackung mit den vielen chinesischen Schriftzeichen auf und beiße hinein. Im nächsten Moment wird mir schlecht. Sehr schlecht. Es ist keine weiße Schokolade, in die ich gerade hinein gebissen habe, sondern ein Stück Seife.

Diesen kulinarische Fehltritt meinerseits macht zum Glück das morgendliche Buffet im Hotel wieder wett. Ich, normalerweise absolut kein Frühstücks-Mensch, schlage ordentlich zu. Toast und Marmelade lasse ich links liegen und stürze mich direkt auf die leckeren chinesischen Spezialitäten wie Dim Sums (die gibt es in schier endlos unterschiedlichen Ausführungen) und den gefüllten Hefeklößen.

Die traditionellen Gärten der Wasserstadt Mudu

Die Hefeklöße liegen schön schwer im Magen, so dass ich mich recht fest auf dem Sitz halte, als wir mit dem Bus Kurs auf das Wasserdorf Mudu nehmen. Von Shanghai landeinwärts scheint das Chinesische Meer übergeschwappt zu sein. Dabei hat es zahlreiche Wasserdörfer hinterlassen. In ihnen gibt es Viertel, in denen chinesischen Traditionen gepflegt werden und in denen eine Zeitreise in vergangene Dynastien möglich ist.

Eben noch sind wir über ein mehrgeschossiges Brücken-Wirrwarr gefahren – umzingelt von hohen Wolkenkratzern – und plötzlich sehe ich nur noch kleine Gassen und verwinkelte Häuschen, hinter denen sich Gärten verstecken.

Mudu Ancient Town China

Mudu Ancient Town China

Nicht nur die Wasserstraßen machen Mudu zu etwas besonderem, sondern auch die zahlreichen traditionellen Gärten, weswegen Mudu auch Gartenstadt genannt wird. Es gibt mehr als 30 private Gärten, die noch aus der Ming (1368-1644) – und Qing-Dynastie (1644-1912) stammen.

Im Garten der Familie Yan wurden viele chinesische Blockbuster gedreht.

Der berühmteste ist der Garten des bescheidenen Beamten. Er entstand im 16. Jahrhundert, als sich ein hoher Beamter hierhin zurückzog, um sein eigenes Gemüse anzubauen und zu verkaufen. Heute ist der Garten Teil des UNESCO Weltkulturerbe und ein beliebter Ort für Touristen. Ein guter Grund, den Garten eher in den Morgen- oder Abendstunden zu besuchen, weil Ausflugsbusse tagsüber abertausende Besucher ausspucken, die alle wild durch den Garten flitzen und es dann kaum möglich ist, sich von der beruhigenden Atmosphäre einfangen zu lassen.

Humble Administrators Garden Mudu Garden

Humble Administrators Garden Mudu Garden

Es ist kurz vor Mittag, als wir durch den Garten schlendern. Ein Gruppe älterer Damen, die gerade eine Pause im Pavillon machen, winken freudig zu uns herüber. Von unserem Tourguide erfahre ich, dass das fast etwas besonderes ist, denn früher durften nur Männer in den Pavillons sitzen. Mir gefällt diese Anpassung an die Moderne sehr.

Humble Administrators Garden Mudu Garden

Was wir in allen Gärten vorfinden: Brücken, die im Zickzack gebaut wurden. Die Legende besagt, dass böse Geister nur geradeaus laufen können und dieses Hin und Her auf den Brücken sie zu sehr verwirrt.

Den Weg in das Nudelrestaurant, dem Ort unserer Mittagspause, hat auch ganz sicher kein Poltergeist gefunden, denn hier ist es himmlisch schön. Im TongDe Xing sitzen außer uns nur Chinesen. Ich finde immer, dass es ein Qualitätsmerkmal ist, wenn ich ganz alleine unter Einheimischen in einem Restaurant sitze. Außerdem freue ich mich, dass ich hier ganz schnell mein Gericht wählen kann, denn es gibt nur eins: Nudelsuppe. Die besteht aus einer kräftigen Brühe, hausgemachten Nudeln und Beilagen wie Pilzen, Garnelen, Hühnchen mit Erdnuss oder Schweinebauch. Die Zutaten kann ich mir nach Belieben aussuchen. Wir setzen uns zusammen an die gebohnerten Tische, die so blank sind, dass sie eigentlich nach Politur riechen müssten, und schlürfen unsere Suppe.

TongDe Xing Mudu China

Nach unserem (recht späten) Mittagessen (der Hefekloß vom Frühstück schwimmt jetzt gut in der Nudelsuppe), bummeln wir ein bisschen durch die Altstadt.

Mudu Ancient Town China

Mudu Ancient Town China

Als die Abenddämmerung einsetzt, laufen wir durch die kleinen Gassen von Jiangsu und warten auf die Dunkelheit. Die ist nämlich Voraussetzung für unseren nächsten Programmpunkt.

Im Garten des Meisters der Netze wird allabendlich traditionelles chinesisches Theater gespielt. Dafür werden wir durch den Garten und die Häuser geführt. Wann immer wir an einer Stelle Halt machen, gibt es eine Darbietung. Die Auftritte variieren. Es gibt kurze Sketche, Gesang, Harfen-Konzerte und graziöse Tänze. Zwar müssen wir uns den engen Platz in den Gassen und Häusern mit vielen Zuschauern teilen und ich verstehe (trotz einer kurzen einleitenden Erklärung auf Englisch) natürlich nicht, was gesungen oder gesprochen wird, aber dennoch bin ich absolut gefangen von dieser wunderschönen Szenerie, den grazilen Bewegungen der Tänzerinnen und den ungewohnten und doch einnehmenden Klängen.

Das Venedig Chinas

Die frühen Morgenstunden in China sind etwas ganz besonderes. Während der Bodennebel noch durch den Park wabert, betreiben die Chinesen bereits ihre Morgengymnastik. Ich muss ein bisschen schmunzeln, wenn ich daran denke, wie die Morgensportler zu Hause in Windeseile den Jogging-Parcour im Park entlang rennen oder schnell noch ein paar hastige Klimmzüge am Trimm-Dich-Pfad machen. Die Frau neben dem Blumenbeet hier im Garten von Suzhou vollzieht langsam und mit so viel Grazie ihre Tai Chi Übungen, dass mir ganz warm ums Herz wird.

Mit fortschreitender Stunde wird Suzhou schließlich auch wuseliger. Als Marco Polo die Stadt im 13. Jahrhundert besuchte, bezeichnete er sie als das Venedig Chinas. Vollkommen zu recht, denn 42% der Stadtfläche bestehen aus Wasser. Überall gibt es kleine Kanäle, die sich um steinerne Gassen winden. Sie sind überzogen von Brücken, die die schönen alten Häuser miteinander verbinden.

Mudu Acient Water Town China

Wir hüpfen auf eines der Boote, um Suzhou vom Wasser aus zu erkunden. Ich bin fasziniert vom Alltag. Vom Wasser aus kann ich in einige Wohnzimmer, die mit bunten Bilden an den Wänden dekoriert sind, blicken. Eine Frau wäscht gerade Geschirr in ihrer Küche ab, während ihr Mann einen Pfosten des hauseigenen Bootsanlegers repariert. Irgendwann überholt uns ein Schiffchen mit vielen Plastiksäcken an Bord. Na klar, auch die Müllabfuhr nutzt die Kanäle.

Mudu Acient Water Town China

Mudu Acient Water Town China

Mudu Acient Water Town China

Gemächlich tuckern wir auf dem Kaiserkanal entlang. Er ist einer der ältesten Wasserkanäle der Welt und gerade als Handelskanal für die Seidenproduktion von großer Bedeutung. Suzhou spielte damals wie heute eine wichtige Rolle in der Seidenproduktion. Wir besuchen die erste Seidenfabrik Suzhous, die jedoch heute eher ein Museum ist, in dem der Prozess der Seidenproduktion dargestellt wird: vom Aufziehen der Seidenraupen bis hin zum Kochen der lebenden Kokons und der anschließenden Verarbeitung der gewonnenen Seide. Auf einer riesigen Ladenfläche gibt es neben Kleidung und Souvenirs auch Bettdecken und Haushaltstextilien aus Seide zu kaufen. Ich muss zugeben, dass mich das Museum nicht sehr beeindruckt hat.

Was ich aber ganz putzig finde: gleich hinter dem Museum, in einer kleinen Nebenstraße, entdecken wir eine Häuserwand, an der Hunderte kleine Zettelchen an bunten Schnüren hängen. Jeder darf hier seine Wünsche notieren. Da möchte ich natürlich auch mitmachen.

Mudu Acient Water Town China

Meine Suzhou Highlights

Viel authentischer erleben wir Suzhou auf dem Wochenmarkt. Auf dem Markt bei der Shantangjie sind wir nahezu die einzigen Touristen. Im Erdgeschoss gibt es Gemüse und Obst in den exotischsten Varianten. Als wir auf der Rolltreppe stehen, riechen wir schon von Weitem, was uns auf der nächsten Etage erwartet: hier gibt es Fisch, Fleisch und ein paar Essensstände. Neben Hühnerfüßen und schwarzen Enten gibt es auch Stände mit Tofu aller Art, sei es mit Grüntee geräuchert oder scharf mariniert. Es gibt Tofu in allen Formen und Farben. Auch draußen vor dem Markt werden Snacks verkauft, wie zum Beispiel eine chinesische Dampfnudel mit Schnittlauch. Das hört sich vielleicht nicht exotisch an, aber ist aber wahnsinnig lecker!

Shantangjie Mudu Market China

Mein absolutes Highlight in Suzhou ist ein kleiner Buchladen. In der Zhizhi Buchhandlung (苏州知止书店) könnte ich stundenlang stöbern. Hier entdecken wir coole 70er Jahre Comics wie Tim und Struppi, He-Man und Ninja-Marvel Comics, aber auch andere Schätze wie Schrift- und Bild-Rollen für einen Bruchteil des Preises, der uns zuvor in den Touri-Zentren angeboten wurde.

Offenbar bemerkt der Besitzer des Ladens unsere Euphorie und wir kommen ins Gespräch. Yong, so heißt er, ist uns sofort sympathisch. Wir verbringen eine halbe Ewigkeit in diesem Laden. Gemeinsam singen wir mit Yong buddhistische Lieder und stöbern durch Comics. Yong möchte uns Kalligrafie beibringen. Ich muss zugeben, dass ich nur mittelmäßig erfolgreich bin. Das sieht Yong offenbar nicht anders und sagt, dass er mir gerne etwas für zu Hause malen möchte.

Fasziniert beobachte ich seine ruhige Hand, wie sie eine chinesische Weisheit auf das Papier malt. „Harmonie ist das Kostbarste. Ohne Krieg, Schäden und Konflikt würde die ganz Welt immer besser.“ Ich kann mein Glück kaum glauben und bedanke mich überschwänglich. Zum Abschied herzen wir uns ganz fest und als wir draußen auf der Straße stehen, kullern mit ein paar Freudentränen die Wangen hinunter.

Schöner hätte unser Besuch in Suzhou nicht enden können. Beim Kiosk kaufen wir uns ein paar Bier, setzen uns auf den Balkon unseres Hotelzimmers und hören chinesische Popmusik.

Zhizhi Book Store Mudu China

Informationen für deine Reise nach Suzhou

Reisevorbereitungen

Geldwechseln
Es ist gar nicht so einfach, in China an Bargeld zu kommen. Ausländische Kreditkarten werden nur bei der Bank of China oder der ICBC akzeptiert. Jedoch bieten viele Hotels an, Geld zu wechseln oder sogar die Möglichkeit mit der Kreditkarte Geld abzuheben. Vorsicht geboten ist bei anderen Anlaufstellen, denn hier können tückische Fallen lauern: nur, wenn Mao-Tse Tung auf dem Geldschein abgebildet ist, handelt es sich um chinesisches Geld. Oftmals werden an Touristen auch Scheine anderer Länder ausgegeben, die leider nur einen Bruchteil wert sind.

Internet

Auch wenn wir es kaum glauben können, typische Komunikations- und Internetdienste wie Google, WhatsApp, Facebook und Instagram sind in China nicht erlaubt und lassen sich nur über einen VPN Zugang erreichen. Um den Lieben doch mal einen Gruß zu schicken, benötigst du einen VPN Dienst wie zum Beispiel den kostenlosen VPNProxy Master. Die meisten Chinesen nutzen WeChat; eine ähnliche App wie WhatsApp. Wenn ihr in einer Gruppe reist, ladet ihr euch am besten diese Programme schon vor der Reise herunter, so könnt ihr sicher sein dass ihr in den nächsten Tagen kein unfreiwilliges Medienfasten vor euch habt.

Anreise

Shanghai wird von allen großen Flughäfen Deutschlands angeflogen. Es gibt eine Vielzahl an Fluggesellschaften, die immer wieder gute Angebote haben. Von Shanghai aus fahren täglich mehr als 175 Hochgeschwindigkeitszüge nach Suzhou. Der schnellste Zug braucht nur knapp eine halbe Stunde. In der Regel brauchen die Züge ein bis zwei Stunden. Die Tickets, die es bereits ab 3 Euro gibt, kannst du am besten direkt an der Station kaufen oder VORAB IM INTERNET.

Komplettpaket buchen

Wenn du dich bei deiner Reise lieber auf die Spezialisten verlässt, kannst du über CHINA TOURS sowohl Gruppen- als auch Individual-Reisen buchen.

Unterkunft

Wir haben im  SCHOLAR BOUTIQUE HOTEL PINJIANGFU gewohnt. Das ist ein hübsches Design-Hotel mit einem Mix aus traditionellen und modernen Elementen. Das hoteleigene Restaurant serviert sehr gute traditionelle Küche. Mir gefällt es hier vor Allem so gut, weil wir uns hier mitten in der Altstadt von Suzhou befinden. Ein Doppelzimmer gibt es ab 90,00 Euro. 

Mudu Ancient Town China

Food & Drinks

TONGDE XING
Adresse: Jiayufang 6 (同得兴, 嘉馀坊 6号)

Die Einheimischen lieben das Nurdelrestaurant TongDe Xing. Die Basis für jedes Gericht ist Nudelsuppe. Die besteht aus einer kräftigen Brühe, hausgemachten Nudeln und kann mit Beilagen wie Pilzen, Garnelen, Hühnchen mit Erdnuss oder Schweinebauch bestellt werden.

Markt bei der Shantang Street

Hier gibt es an vielen verschiedenen Food-Ständen traditionelles chinesisches Essen. Ich kann euch die Dampfnudeln mit Schnittlauch empfehlen. Auch Vegetarier kommen hier bei den schier endlosen Angebote an Tofu-Varianten voll auf ihre Kosten.

Cat Café
China, Jiangsu Sheng, Suzhou Shi
Wuzhong Qu, YuanQu HuXi, Xinggui
赛格数码广场4层 邮政编码: 215000

Wenn du ein Katzen-Fan bist, gibt es in der Pingjiang Road (in der Altstadt von Suzhou) ein Katzen-Café. Hier kannst du während deiner Kaffeepause Katzen kraulen.

Chinese Food Mudu China

Aktivitäten

Die Altstadt von Suzhou

Für die Altstadt von Suzhou solltest du dir Zeit nehmen. Hier gibt es so viel zu entdecken: Teegeschäfte, Kunsthändler, Läden mit feinstem Geschirr oder traditionellen Fächern. Bieg auch unbedingt in die kleineren Gassen ab, denn dort sind die Läden vielleicht unaufgeräumter, aber dadurch aufregender und authentischer. Mein Geheimtipp: die Zhizhi Buchhandlung (苏州知止书店), wo wir coole 70er Jahre Comics sowie Schrift- und Bild-Rollen für einen Bruchteil des Preises der Touri-Läden gefunden haben.

SUZHOU MUSEUM
 204 Dongbei St, Gusu Qu
Suzhou Shi, Jiangsu Sheng
China, 215000

Im Suzhou Museum, in der Nähe des Löwenwald Gartens, findest du viel traditionelle Kunst; von Kalligraphie Malereien bis zu Skulpturen. Der Eintritt ist kostenlos.

Suzhou Museum China

Vielen Dank an China Tours und Christine von One Billion Voices für die Organisation dieser wunderbaren Reise und die unvergesslichen Momente, die ich erleben durfte!

2018-10-17T15:10:02+00:00