Zu Besuch auf dem Château du Haut-Kœnigsbourg

Es ist ein warmer Sommertag, wie er schöner nicht sein kann. Die Sonne strahlt auf die goldenen Kornfelder und die Blumen wiegen sich in der warmen Sommerluft.

Kintzheim Elsass

Ich sitze schweigend neben Jasper, der uns zu unserem nächsten Ausflugsziel im Elsass fährt, und blicke aus dem Fenster. Meine Gedanken kreisen noch um unseren Besuch bei der Vogelwarte. Zugegeben: ich engagiere mich nicht im Tierschutz, aber mir tun die angeketteten Vögel dann doch leid, auch wenn sie es dort (angeblich) gut haben.

Wir lernten, dass die Volerie des Aigles auch eine Vogelzuchtstation ist. Auf die Frage, wohin die Vögel denn verkauft würden, folgte eine Aufzählung die auch das Wort „Militär“ enthielt. Ich hakte nach. Mir war bis dahin nie bewusst gewesen, dass man nur authentisch herausfinden kann, wie sich Flugzeuge in einem Vogelschwarm verhalten, wenn tatsächlich Vögel hineinfliegen. Das arme Federvieh!

Als ich hinter der nächsten Kurve, an den Baumkronen vorbei und über die Weinberge hinweg,  den Berg mit der Hohkönigsburg sehe, freue ich mich, dass ich wahrscheinlich gleich neue Informationen aufnehmen und die Vogel-Tragödie beiseite schieben kann.

Elsass Frankreich

Die im 12. Jahrhundert erbaute Burg hat schon einiges gesehen und viel zu erzählen. Zu ihren Füßen fanden mehreren Jahrhunderte lang Auseinandersetzungen zwischen Lehnsherren, Königen und Kaisern statt. Immer wieder ging das Château du Haut-Kœnigsbourg in neuen Besitz über.

Immer noch leicht im Vogelwarten-Schock, gehen wir erstmal im Burgrestaurant zu Mittag essen, bevor wir unsere Tour starten. Ein Weinchen zum Mittag (wie sind schließlich in Frankreich, da gehört das zum guten Ton) stimmt uns direkt seliger. Wenn wir später je einen weiteren Wein auf jeden neuen Besitzer der Burg getrunken hätten, wären wir wahrscheinlich den Burggraben hinunter getorkelt.

Château du Haut-Kœnigsbourg

Die erste Urkunde über die Existenz der Burg stammt aus dem Jahr 1147. Hohenstaufen hatte sie damals errichtet und ihr den Namen Castrum Estuphin gegeben. Ihren Namen Königsburg erhielt sie erst 1192.

Als wir zu den großen Burgtoren gehen, bestaunen wir den wunderschönen Ausblick auf die Rheinebene. Der Berg auf dem die Burg liegt ist ungefähr 800 Meter hoch und steht auf einem kleinen Felsvorsprung. Beste Voraussetzungen also, A