Vor uns schlenderte ein Seniorenpärchen Hand in Hand unter den Arkaden entlang. Gläser klirrten auf der Veranda gegenüber, als sich eine Gruppe Damen am Bartisch zuprosteten. Der Geruch von Kräuterölen wehte aus dem Wellness-Laden, an dem wir gerade vorbei gingen. Die Szenerie erinnerte mich an eine dieser perfekten amerikanischen Kleinstädte, wie wir sie aus Hollywoods Romantikkomödien kennen. Es gibt sie wirklich und Park City im Norden von UTAH ist eine davon. Durch die Olympischen Winterspiele und das alljährlich im Januar stattfindende Sundance Film Festival erlangte die Stadt weltweite Bekanntheit. Wir überzeugten uns davon, dass Park City im Sommer nicht weniger sehenswert ist.

Die Main Street & Historic District

Park City liegt eingebettet in ein Tal, welches von zwei Ski Resorts umgeben ist: dem Park City Mountain Resort auf der einen und dem Deer Valley auf der anderen Seite. Das Herzstück und gleichermaßen Vergnügungsmeile ist die Main Street. An ihr reihen sich Boutiquen, Restaurants, Cafés, Galerien und Museen auf, die nicht nur während der Skisaison einiges zu bieten haben.

Park-City-Utah-Main-Street

Kunst und Musik auf dem Park Silly Market

Wir kamen an einem Sonntag nach Park City und im unteren Teil der Main Street herrschte buntes Treiben. In den Sommermonaten von Juni bis September findet hier jeden Sonntag der Park Silly Sunday Market statt. 

Bei dem Straßenfest gibt es jede Menge Stände mit Antiquitäten und regionalem Kunsthandwerk. Auf dem kleinen Bauernmarkt wird regionale Ernte verkauft und nebenan auf dem Food Market für das Zubereitan von Spezialitäten aus aller Welt verwendet. Wir deckten uns mit Falafel-Tellern ein und suchten uns einen Platz mit Blick auf die Bühne, auf der eine Liveband gerade Country-Hits schmetterte. Vor der Bühne tanzten die Menschen ausgelassen. Euphorischer hätte Park City uns nicht willkommen heißen können.

Park-City-Utah
Sunday-Silly-Market-Park-City-Utah

Unter Tage im Park City Museum

Um uns ein Bild von der Stadt zu machen und mehr über die turbulente Geschichte von Park City zu erfahren, besuchten wir das Park City Museum. Wir nahmen in einem historischen Zug Platz, in dessen Fenstern uns die Geschichte der Stadt erzählt wurde. 

Park City hat im Laufe der Jahre einige Höhen und Tiefen durchlebt. 1870 wurde sie als Bergbaustadt gegründet. Die Zugezogenen wähnten sich Dank des Blei-, Gold- und Silbervorkommens im Reichtum. Entsprechend wuchs die Stadt in einem rasanten Tempo an. Es dauerte nicht lange, bis die Grabenden den Grundwasserspiegel erreichten und sämtliche Minen überflutet wurden. So zogen die Menschen wieder von dannen und Park City verfiel beinahe zu einer Geisterstadt.

Nach dem Film gingen auch wir unter Tage, um im Keller des Museums mehr über das Leben der Bergbau-Familien zu erfahren und ein paar Dynamitstangen im Stollen zu zünden. 

1950 wendete sich langsam das Blatt. Die Region wurde für den Wintersport entdeckt und der Tourismus entwickelte sich fortan stetig. Die alten Stollen wurden anfangs sogar noch für den Ski-Tourismus genutzt. Anfang der 1960er Jahre wurde die Bergbaubahn des Spiro Stollens zur Ski-U-Bahn umgewandelt. Sie brachte die Skifahrenden auf einer Länge von knapp fünf Kilometern zur Talstation des Thaynes-Sessellifts. Die Skifahrer nahmen dann einen Aufzugschacht, um die Oberfläche an der Talstation des Thaynes-Lifts zu erreichen. Allerdings hielt sich die Stollenbahn nicht lange, denn die gesamte Fahrt dauerte fast eine Stunde – wenn alles richtig funktionierte, was häufig nicht der Fall war. Die Bahn wurde eher als Happening genutzt. Wer es eilig hatte, nutzte die herkömmlichen Lifte. Die Skier’s Subway wurde 1969 geschlossen. 

Skiers-Subway-Park-City-Museum-Utah

Weltweites Ansehen erlangte das Skigebiet von Park City im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2002, als die Disziplinen Bobfahren, Skeleton, Rodeln, Skispringen und Nordische Kombination in den Bergen um die Stadt herum stattfanden.

Der Utah Olympic Park

Der damals errichtete Utah Olympic Park dient heute noch als Trainingszentrum für Olympioniken und Spitzensportler:innen. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Wintersport-Fans. Zu denen zählen wir ehrlicherweise nicht und dennoch waren wir von der Anlage stark beeindruckt. Seit 2002 hat sich eine Menge getan und der Park wurde immer weiter entwickelt. 

Heute umfasst der Utah Olympic Park im Ganzen etwa 400 Hektar, auf denen sich eine der vier Gleitpisten Nordamerikas, sechs nordische Skisprungschanzen, ein Museum und eine Vielzahl an Sommer- und Wintersportmöglichkeiten befinden. 

Während im Winter die Spitzensportler:innen auf dem Gelände trainieren, dürfen sich im Sommer alle Besuchenden austoben. Dann gibt es Angebote wie die Sommerbobbahn, eine Zipline-Tour oder  Extreme Tubing, wobei Mutige auf Gummischläuchen den Landehügel einer nordischen Skisprungschanze hinunter sausen. Wir bestaunten die steilen Schanzen und konnten uns absolut nicht vorstellen, dort hinunter zu brettern. 

Park-City-Olympic-Park

Die Wintersport-Museen 

Unsere Einstellung änderte sich, als wir die Museen des Olympic Park besichtigten, denn dort gibt es viele interaktive Stationen, in denen digitaler Skilanglauf oder virtuelles Schanzenspringen ausprobiert werden können. 

Das Joe Quinney Winter Sports Center beherbergt zwei Museen. Wir besuchten zuerst das Alf Engen Ski Museum. Alf Marinius Engen war ein norwegisch-amerikanischer Skisportler. In den 1930er Jahren stellte er gleich mehrere Weltrekorde im Skispringen auf. Er war maßgeblich an der Gründung zahlreicher Skigebiete im Westen der USA beteiligt und gilt als Pionier des Tiefschneefahrens. In dem Museum, das seinem Leben gewidmet ist, werden Trophäen, Medaillen, Fotos und Kleidung des Sportlers ausgestellt. Besuchende erfahren alles über die Entwicklung des Wintersports in der Region oder lernen, wie Pisten sicher gebaut werden – und sie können sich an den interaktiven Stationen in virtuelle Schneeabenteuer stürzen. 

Alf-Engen-Ski-Museum-Evelyn-und-Tini

Das Eccles Salt Lake 2002 Olympic Winter Games Museum ist ganz und gar den damaligen Winterspielen gewidmet. Unter der Decke und an den Wänden hängen die riesengroßen Kostüme und Masken der Eröffnungszeremonie. Auf Bildschirmen laufen Mitschnitte alter Fernsehsendungen. Es gibt Informationen zu Startaufstellungen und Ergebnissen sämtlicher hier abgehaltener Disziplinen sowie Medaillen und Sportanzüge. 

Eccles-Salt-Lake-2002-Olympic-Winter-Games-Museum

Am meisten faszinierte mich jedoch die Geschichte einer Frau: Deedee Corradini. Sie lebte ihr Leben mit dem Glauben, dass alles möglich ist, und inspirierte die Menschen in ihrem Umfeld, an ihre Träume zu glauben. Die als Margaret „Deedee“ McMullen Corradini geborene Geschäftsfrau, stieg in die Politik ein und war 1992 die erste Frau, die das Amt der Bürgermeisterin von Salt Lake City übernahm.

Dies war bei Weitem nicht die einzige Pionier-Position, die sie als Frau einnahm. Es waren unter anderem Corradinis Bemühungen, die Utah die Olympischen Winterspiele 2002 einbrachte. Schließlich war sie die erste Frau, die die olympische Fahne vor einem Fernsehpublikum von Hunderten von Millionen Zuschauern entgegennahm, als diese bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano bei der Abschlusszeremonie an Salt Lake City übergeben wurde.

Doch damit nicht genug: Corradinis setzte sich weiterhin für die Gleichberechtigung der Frauen im Skisport ein und schaffte es schließlich, dass das Skispringen der Frauen 2011 erstmals als olympische Disziplin anerkannt wurde. Eine wahnsinnig faszinierende Persönlichkeit und ihre Geschichte für mich ein Highlight unseres Besuchs im Utah Olympic Park.

  • Tipp

Der Eintritt zu beiden Museen kostenlos. Für Wintersport-Fans lohnt sich gewiss eine geführte Touren, die für 12.00 USD HIER gebucht werden kann. Die Touren finden täglich um 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr statt.

Wandern in und um Park City 

Mit unserem Besuch im Olympic Park wurde wieder deutlich: Park City ist eine top Winterdestination. Aber lohnt sich auch ein Besuch ohne die schneebedeckten Berge? Absolut! Wir konnten uns auf unseren Wanderungen davon überzeugen.

McLeod-Creek-Trail-Park-City

Der Quarry Mountain Trail

Da wir im PARK CITY PEAKS HOTEL übernachteten, planten wir die Wanderung auf den benachbarten Quarry Mountain als Morgenspaziergang ein. Ganz in der Nähe des Hotels liegt der McLeod Creek Trail, der uns am Bach entlang zum Ausgangspunkt geführt hätte. Aufgrund von Arbeiten an der Stromleitung war der Weg jedoch gesperrt. Wir sprangen kurzer Hand in den Bus, der nicht nur direkt vor unserem Hotel, sonder auch direkt am Ausgangspunkt der Wanderung hält.

  • Quarry Mountain Trail

  • 4,72 Kilometer

  • ↑↓ 180 Meter

  • Route:  KOMOOT

Wir starteten den Rundgang entgegen des Uhrzeigersinns, so dass uns der Weg zunächst durch eine Siedlung führte. Wir kamen nur sehr langsam voran, denn die Häuser hier glichen Palästen und eines war beeindruckender als andere. Es wurde freundlich in der Nachbarschaft gegrüßt, wie wir auch schnell feststellten.

In einer Sackgasse gelangen wir auf einen Trampelpfad, der sich immer weiter den Berg hinauf windete. Der Ausblick auf Park City Mountain und das Deer Valley Resort auf der gegenüberliegenden Seite wurde immer weiter, je höher wir stiegen. 

Der Wanderweg führt teilweise durch enges Gebüsch, so dass man die Antenne am Gipfel des Hügels häufig kaum mehr sieht. Wir waren fast überrascht, als sie plötzlich vor uns auftauchte. Wir genossen ein paar Minuten den Rundumblick auf die benachbarten Berge, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Quarry-Mountain-Trail-Ausblick

Der Lake Loop-Trail im Uinta National Forest

Der kurze Wanderweg hatte sofort Lust auf mehr gemacht. So fuhren wir am nächsten Tag in den Uinta-Wasatch-Cache National Forest. Der Großteil des Waldes befindet sich in Utah, aber er erstreckt sich bis Idaho und Wyoming. Da es sich um ein beliebtes Ausflugsziel der Region handelt, können einige Seen und Wanderwege bei gutem Wetter überlaufen sein, aber durch seine Größe von 8.500 Quadratkilometern gibt es genügend Orte, an denen sich die Wälder und Berge in Ruhe genießen lassen. 

Für unsere einsamen Gipfel-Momente fuhren wir zunächst zwanzig Minuten von Park City aus nach Richtung Osten. In dem kleinen Ort Kamas beginnt die State Route 150, eine der beliebtesten Panoramastraßen von Utah. Sie führte uns hoch in die Uinta Mountains und bescherte uns die ersten sprachlosen Momente des Tages. Wir fuhren durch dichte Wälder und an Wasserfällen und Seen vorbei. Wir mussten aufpassen, dass wir keine grasende Kuh überfahren (denen gehört die Natur hier quasi) und schraubten uns dabei immer weiter die Berge hoch. 

Uinta-Wasatch-Cache-National-Forest

Kurz hinter dem Washington Lake erreichten wir den Parkplatz, von dem aus wir unsere Lake Loop-Wanderung starten wollten. Wir stiegen aus dem Auto – und waren direkt kurzatmig. Eine Sache, die wir immer wieder vergaßen, war die Höhe, auf der wir uns befanden. Fast ganz Utah liegt generell auf einer Höhe von über 1.800 Metern und der Crystal Lake Trailhead als unser Ausgangspunkt lag auf 3.055 Metern.

Am Wegrand stand ein Holzkasten, in dem eine Liste lag, in die wir unsere Namen und die Startzeit unserer Wanderung eintrugen. Bei der Rückkehr später trugen wir uns wieder aus. Wären wir hier in der Einsamkeit verloren gegangen, hätte ein Ranger gesehen, dass wir uns noch nicht ausgetragen haben und einen Suchtrupp alamiert.

  • Lake Loop

  • 8,46 Kilometer

  • 3 Stunden

  • ↑↓ 140 Meter

  • Route: KOMOOT

Die Wanderung führt an ungefähr 12 Seen vorbei (je nach Wasserstand, waren wir uns teilweise nicht sicher, ob es Regenwasser oder ein See war).

Gleich im ersten Gewässer beobachteten wir Fliegenfischer, wie sie schwungvoll ihre Angelhaken ins Wasser warfen.

Crystal-Lake-Utah-Fliegenfischen

Holzbohlen führten am Ufer entlang. Scheinbar wechselt der Wasserstand hier häufiger und der Wanderweg wäre dann zu matschig. Über schmale Pfade durch dichte Wälder und steile Hänge kraxelten wir die Berge empor, indem wir teilweise von Stein zu Stein balancierten. Mit jeder weiteren Felswand, die wir erklommen, wurde der Blick weiter.

Evelyn-Lake-Loop-Uinta-Mountains

Auf dem höchsten Punkt angekommen, konnten wir neben den umliegenden Gipfeln auch mehrere Seen auf einmal bewundern. Die Kulisse erinnerte mich an KANADA oder die ROCKY MOUNTAINS und war so anders als das Rote-Felsen-UTAH, durch das wir die vorangegangenen zwei Wochen gewandert waren.

  • Tipp

Eine Übersicht über die schier endlosen Wandertouren findest du auf der offiziellen WEBSEITE des Uinta-Wasatch-Cache National Forest.

Uinta-Mountains-Utah

Park Citys Panoramastraßen

Unser Aufenthalt war leider zu kurz, um noch weitere Wanderungen auszuprobieren, aber wir nutzten unsere restliche Zeit (und die Fahrt zum Flughafen in Salt Lake City), um eine weitere Panoramastraße entlang zu fahren: den Guardsman Pass

Wir ließen Park City gen Süden hinter uns und bogen die King Road in Richtung Berge ab. Auf der rechten Seite kamen wir an den Überresten der Silver King Mine vorbei und erinnerten uns an die Geschichten des Bergbaus, die wir im Park City Museum gehört hatten. Die engen Serpentinen entlang schlängelten uns durch das Deer Valley Resort.

Immer wieder hielten wir kurz an, um noch ein paar Minuten die Aussicht auf die Berge zu genießen. Das Laub fing gerade an sich zu verfärben. Nachdem wir eine zeitlang durch alpine Wiesen fuhren, gelangten wir auf den knapp 3.000 Meter hohen Gipfel des Guardsman Pass. Von hier ging es wieder stetig bergab. Die Straße führt in den Big Cottonwood Canyon, bis sie in den Cottonwood Heights schließlich auf den Freeway zum Flughafen in Salt Lake City trifft. Hier endete unser UTAH-ABENTEUER, welches wir durch ein bisschen früher losfahren und die Route über den Guardsman Pass wirklich bis zum letzten Ende ausgereizt haben.

  • Tipp

Welche Panoramastraßen sich noch um Park City herum befinden, erfährst du auf der  offiziellen WEBSEITE der Stadt.

Big-Cottonwood-Canyon-Utah

FAQ für deine Reise nach Park City

Anreisen & Rumreisen

Brauche ich ein Visum für die USA?
Um in die USA einreisen zu können, muss dein
Reisepass zur Zeit der Reise noch mindestens ein halbes Jahr gültig sein. Außerdem benötigst du für die Einreise die elektronische Einreisegenehmigung ESTA. Diese kannst du vorab IM INTERNET beantragen. Sie kostet 14,00 USD. Die Genehmigung ist für zwei Jahre gültig und du kannst mehrmals in  die USA mit ihr einreisen.

Wie komme ich am besten nach Park City?
Park City liegt nur etwa eine Dreiviertelstunde mit dem Auto von Salt Lake City International Airport entfernt. Die Hauptstadt von Utah wird von vielen internationalen Fluggesellschaften angeflogen. Mit
EUROWINGS DISCOVER kommst du sogar direkt von Frankfurt nach Salt Lake City.

Falls du noch weitere Stopps oder einen Roadtrip geplant hast, kannst du in Salt Lake City einen Mietwagen anmieten. Ich buche meinen Mietwagen (und das ist keine Werbung, sondern Überzeugung) immer über BILLIGER-MIETWAGEN.DE. Hier finde ich immer die besten und günstigsten Angebote und der Service war ebenso bisher immer einwandfrei.

Der SALT LAKE EXPRESS bringt dich in nur 45 Minuten vom Flughafen nach Park City. Ein Ticket kostet 23,40 USD. Mit Uber kostet eine Fahrt nach Park City ungefähr 50,00 USD.

Gibt es in Park City öffentliche Verkehrsmittel?
In Park City verbindet ein kostenloses Busshuttle die Berge und Downtown miteinander. Eine Übersicht über sämtliche Routen findest du HIER. Mit der APP myStop kannst du sogar die Busse in Echtzeit verfolgen und genau sehen, wann du eingesammelt wirst.

Reisezeit 

Wann ist die beste Reisezeit für Park City?
Die beste Reisezeit für Park City hängt von deinen Vorlieben ab. Wenn du ein Wintersport-Fan bist, sind die Monate Dezember bis Februar am besten geeignet. Neben den Skipisten kannst du dann auch das Celebrity Ski Fest (Dezember) oder das Sundance Film Festival (Januar) genießen. In diesen Monaten tobt das Leben in Park City. 

Wenn der Schnee schmilzt und die Tage länger werden, wird es ruhiger in der Stadt und in den Bergen. Von April bis Oktober lässt sich das Outdoor-Paradies um Park City herum ausgiebig genießen. Die Temperaturen steigen auch im Hochsommer nicht auf allzu hohe Werte, so dass Wandertouren nichts im Wege steht. Diese lassen sich auch noch gut bis in den Herbst ziehen, wenn die Bäume ihr farbenfrohes Herbstgewand überstreifen.

Unterkunft

Welche Unterkunft kannst du in Park City empfehlen?

PARK CITY PEAKS HOTEL
2346 Park Ave
Park City – UT 84060

Preis: DZ ab 193,00 EUR

Das Hotel ist kein kleines, aber schafft es trotzdem, dass es sich gemütlich anfühlt. Die Lobby und die Zimmer sind im Mid-Century-Stil eingerichtet. Es gibt einen beheizten Pool zum Schwimmen sowie eine Sauna und einen Whirlpool. Das Hotel liegt nur wenige Autominuten von den Bergen entfernt und auch Downtown Park City ist einfach zu erreichen. Eine Bushaltestelle (der öffentliche Nahverkehr ist in der Stadt kostenlos) befindet sich direkt vor dem Hotel. Den QUARRY MOUNTAIN TRAIL erreichst du auch direkt von hier aus.

Foods & Drinks

Welche Restaurants kannst du in Park City empfehlen?

Vessel Kitchen
1784 Uinta Way # E-1
Park City, UT 84098

Öffnungszeiten: täglich 11:00-21:00 Uhr

Eigentlich ist die Vessel Kitchen neben der Mall ein Schnellrestaurant. Du stellst dich mit einem Tablett in der Hand an und kannst dir verschiedene warme oder kalte Menüs zusammenstellen. Die Auswahl ist aber so wahnsinnig gut, dass wir gleich zwei Mal hier essen waren. Das Angebot reicht von Falafel bis Tuna Poke, von Tacos bis Salat.

Windy Ridge Café
1250 Iron Horse Drive
Park City, UT 84060

Öffnungszeiten: täglich 11:00-21:00 Uhr

Hier treffen Leidenschaft für Essen und Gastfreundschaft aufeinander. Auf den Tisch kommt amerikanisches Comfort Food mit modernem Twist. Brot, Kuchen und Desserts kommen aus der hauseigenen Bäckerei. Das Ambiente im Country Style mit Mosaiklampen und Polsterstühlen ist gemütlich, aber das schönste war das wahnsinnig freundliche Personal, das mit viel Hingabe und Euphorie Gerichte angepriesen und erklärt haben.

Chimayo
368 Main Street
Park City, UT 84060

Öffnungszeiten: täglich 16:45-22:00 Uhr

Direkt auf der Main Street gelegen, wirkt das Restaurant von außen recht unscheinbar, aber ist im Inneren ein absoluter Hingucker. Neben dem Kamin gibt es geschnitzte Holzbalken, Mosaikfliesen und Backsteinwände. Serviert wird gehobene TexMex-Küche, also pack’ ein paar Dollar mehr ein

Handle
136 Heber Avenue
Park City, UT 84060

Öffnungszeiten: Sonntag-Freitag 17:00-22:00 Uhr, Sonntag 17:00-24:00 Uhr

Das Restaurant mit dem hippen Industrie-Interieur ist ebenfalls kein günstiges, aber zum Gönnen ideal. Es bietet Gerichte in Tapas-Größe und eine große Auswahl an kreativen Cocktails. Die Köche lassen sich von den Jahreszeiten leiten. Sie verwenden frische und, wo immer möglich, lokale und regionale Zutaten.

Wo kann ich in Park City gut frühstücken?

Five5eeds
1600 Snow Creek Drive EF
Park City, UT 84060

Öffnungszeiten: täglich 07:30-15:00 Uhr

Hier gibt es American Breakfast auf einem neuen Level. Pancakes heißen hier Hot Cakes und werden mit einer Zitronen-Mascarpone-Creme, die mit bunten Essblüten dekoriert ist, serviert. Zum Shakshuka gibt es selbstgebackenes Brot. Die Preise sind tatsächlich etwas happig, aber zum Gönnen ist das Five5eeds perfekt.

Harvest
820 Park Ave #101
Park City, UT 84060

Öffnungszeiten: täglich 8:00-15:00 Uhr

Ein Frühstück im Harvest ist der perfekte Start in den Tag. Es gibt Bowls, Eggs Benedict und Avocado Brot sowie französisches Gebäck. Im Harvest geht es um mehr als Essen und Trinken und um mehr als Geschmack und Aroma. Es geht um Regionalität, Saisonalität und Kreativität. Würde ich in Park City wohnen, wäre ich hier Stammgast.

Welche Cafés kannst du in Park City empfehlen?

Atticus Coffee, Books & Teahouse
738 Main Street
Park City, UT 84060

Öffnungszeiten: 7:00-18:30 Uhr

Kaffee, Tee und Bücher: Klingt das für dich nach einer perfekten Kombination? In dem gemütlichen Café auf der Main Street gibt es jede Menge warme und kalte Getränke, Snacks sowie jede Menge neue und gebrauchte Bücher.

Wo kann ich Park City etwas trinken gehen?

Alpine Distilling Bar
364 Main Street
Park City, UT 84060

Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 15:00-21:00 Uhr, Sonntag & Montag geschlossen

An kaum eine andere Tür haben wir so wehmütig geschaut, als wir daran vorbei gingen. Wir waren ausgerechnet an den Tagen in Park City, an denen die Destillerie geschlossen war. Die Cocktail-Kreationen gelten bis weit über die Stadtgrenzen hinaus als die besten der Region.

High West Saloon
703 Park Avenue
Park City, UT 84060

Öffnungszeiten: täglich 11:00-21:00 Uhr

Whiskey-Fans aufgepasst: Die High West Distillery wurde im Jahr 2006 von David Perkins und seiner Frau Jane gegründet und hat sich mittlerweile zu einer international anerkannten, preisgekrönten Marke entwickelt. Interessierte können eine Führung durch die Destillerie machen. Ein Besuch des High West Saloons lohnt sich aber sowieso: In dem gemütlichen Saloon gibt es eine große Auswahl an Whiskeys zu American Bar Food.

Old Town Cellars
408 Main Street
Park City, UT 84060

Öffnungszeiten: Sonntag-Donnerstag 15:00-22:00 Uhr, Samstag & Sonntag 15:00-23:00 Uhr

Neben Whiskey und Spirituosen gibt es in Park City auch den perfekten Ort für Weinliebhaber:innen. Im Old Town Cellars gibt es ein großes Angebot an Weinen aus aller Welt. Des Weiteren gibt es eine Auswahl an Weinen, die in Park City vermengt und abgefüllt wurden. Neben Weinen werden auch Cocktails und Craft Bier serviert.

No Name Saloon
447 Main Street
Park City, UT 84060

Öffnungszeiten: Montag-Freitag 11:00-1:00 Uhr, Samstag & Sonntag 10:00-1:00 Uhr

Der No Name Saloon liegt zentral in der Main Street und ist einer der beliebtesten Orte nach Sonnenuntergang. Laute Musik schallt aus den Lautsprechern. Die Backsteinwände der Bar sind übersät mit Metallschildern. Auf der Speisekarte stehen Bison-Burger jede Menge Bier- und Whiskey-Sorten.

Weitere Tipps für Park City

Kimbal Art Center
1251 Kearns Boulevard
Park City, UT 84060

Öffnungszeiten: Dienstag-Freitag 10:00-18:00 Uhr, Samstag & Sonntag 10:00-17:00 Uhr, Montag geschlossen

Moderne Kunst mit sozialem Hintergrund – das Kimbal Art Center ist eine der ältesten gemeinnützigen Organisationen in Park City. In der Galerie findest du wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Neben regelmäßigen Veranstaltungen für die Community gibt es auch Bereiche, in denen die Gäste des Museums selbst malen und basteln dürfen.

Kimbal-Art-Center-Park-City

Banksy Kunstwerke

Camera Man and Flower
402 Main Street
Park City, UT 84060

Praying Boy
537 Main Street
Park City, UT 84060

Dirty Rat
328 Main Street
Park City, UT 84098

Im Jahr 2010 fand das erste Sundance Filmfestival in Park City statt.  Zu den Filmen, die in jenem Jahr gezeigt wurden gehörten Exit Through the Gift Shop, der Dokumentarfilm über Straßenkunst unter der Regie des berühmten (und anonymen) Graffitikünstlers Banksy.

Am Morgen nach dem Screening tauchten sieben Werke des Künstlers in der Stadt auf. Einige, wie Banksys Name auf einer Scheune, wurden von der Stadt oder den Grundstückseigentümern schnell wieder entfernt. Drei der Werke sind jedoch bis heute erhalten geblieben.

Bansky-Park-City-Utah

Park City für Kultur-Fans

Egyptian Theatre
328 Main Street
Park City, UT 84060

SUNDANCE FESTIVAL
immer im Januar

Park City ist nicht nur für Wintersport-Fans ein Eldorado, auch Film- und Theater-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Für Film-Fans ist das alljährlich im Januar stattfindende Sundance Festival das Highlight schlechthin. Für Theater-Fans ist das Egyptian Theater die beste Anlaufstelle. Nachdem das ehemalige Theater einem Brand zum Opfer fiel und das später errichtete Dewey Theater unter einer Schneelast einbrach, wurde 1926, beeinflusst von der kürzlichen Entdeckung des Grabes von König Tut, das Egyptian Theatre eröffnet. Immer wieder war es im Laufe der Jahre von der Schließung bedroht, aber Spendenaktionen haben es am Laufen gehalten. Heute finden im Mary G. Steiner Egyptian Theatre eine Vielzahl von Theater-, Comedy- und Musikaufführungen statt. 

  • Sämtliche Informationen über Park City findest du auf der offiziellen WEBSEITE der Stadt. HIER gibt es auch weitere Tipps für Tageswanderungen. 
  • Informationen rund um das Skigebiet Park City hat Chris auf seinem Blog MY TRAVELWORLD zusammengestellt. 
  • Was du sonst noch im Winter in Park City erlebt, erzählt Lauren auf ihrem Blog READY, SET, PTO.
  • Was Amber und ihre Familie im Sommer in Park City erlebt haben, liest du bei GLOBAL MUNCHKINS.

Offenlegung: Diese Reise entstand in Zusammenarbeit mit Visit Park City. Die beschriebenen Eindrücke sind meine eigenen und wurden davon nicht beeinflusst. 

Und noch eine kleine Info: dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du hierüber buchst, erhalte ich eine kleine Provision, die dem Erhalt dieses Blogs dient. Für dich entstehen keine Mehrkosten.